Aker Carbon Capture
Das norwegische, aktiennotierte Unternehmen Aker Carbon Capture AS (ISIN: NO0010890304, WKN: A2QBSN) entwickelt und vermarktet Technologien zur Kohlenstoffabscheidung. Die Technologien und Dienstleistungen decken die vollständige CCUS-Wertschöpfungskette ab, beginnend bei der Abscheidung über den Transport, die Lagerung und Nutzung von CO₂. Auch mit der verbesserten Ölgewinnung ist Aker Carbon Capture befasst. Zum Einsatz kommen diese Technologien in mehreren Branchen, die Kohlenstoff emittieren.
Was ist CCUS?
CCUS steht für Carbon Capture Utilization Storage (Auffangen von CO₂, Weiterverwendung oder Einlagerung). CO₂ ist zwar ein Abfallprodukt der Industrieproduktion, jedoch benötigt die Chemieindustrie große Mengen Kohlenstoff. Neue Wege der Verwertung von CO₂, wie sie Aker Carbon Capture geht, bieten Chancen für eine enorme Entlastung der Umwelt und gleichzeitig alternative Wertschöpfungsketten. Das schafft in den daran beteiligten Industrien neue Geschäftsmodelle. Weltweit werden Maßnahmen zur CO₂-Reduktion in der Atmosphäre breit diskutiert. Ein Weg ist es, deutlich weniger fossile Energieträger zu verbrennen. Ein anderer Weg ist Carbon Capture (Auffangen von CO₂). Man kann Kohlenstoffdioxid lagern (S = Storage) oder weiterverwenden (U = Utilization).
Daraus resultiert die Begrifflichkeit CCUS

Aker Carbon Capture AS
Das Einlagern gelingt beispielsweise durch eine CO₂-Fixierung an Gesteine, die Weiterverwendung trennt den Kohlenstoff ab und führt ihn in einem Recyclingprozess der Industrie zu. Auch CO₂ (ohne Abtrennung von Kohlenstoff) ist für die chemische Synthese geeignet. Dabei wird das CO₂-Molekül entweder in andere Moleküle eingebaut oder zu reaktiven C1-Molekülen reduziert. Dabei kommt Wasserstoff zum Einsatz. Es gibt noch mehr Möglichkeiten. So treibt Aker Carbon Capture auch die Entwicklung von elektro-, foto- und fotoelektrochemischen Systemen mithilfe von CO₂ voran. Bei diesen Vorgängen entsteht ein signifikant hoher Energiebedarf. Diese Energie sollen erneuerbare Energien liefern.
Stand der Forschung beim CCUS
Es ist heute schon möglich, durch den Einbau von vollständigen CO₂-Molekülen Carbonate, Carbonsäuren und Carbamate darzustellen. Die Kolbe-Schmitt-Reaktion etwa dient der Herstellung von Salicylsäure aus CO₂ und Alkaliphenolaten. Derartige Reaktionen wollen nun Unternehmen wie Aker Carbon Capture mithilfe von geeigneten Katalysatoren für die Industrieproduktion nutzen. Mit solchen Forschungen sind auch deutsche Unternehmen wie beispielsweise Covestro befasst, wo man inzwischen aus CO₂ Polyole für Polyurethan (ein Carbamat) herstellt. Das deutsche BMBF fördert solche Projekte zusammen mit den Fraunhofer-Instituten, der Max-Planck-Gesellschaft und ThyssenKrupp. Vorbilder stammen aus der Biologie, denn Enzyme in Pflanzenzellen reduzieren CO₂ durch Sonnenlicht. Es gibt viele solcher Ansätze von Firmen auf der ganzen Welt. Allerdings nimmt Aker Carbon Capture durchaus eine Ausnahmeposition ein, denn nur wenige Unternehmen sind bislang mit CCUS befasst. Die Technologien lassen sich unter anderem in der Zementindustrie, bei der Energiegewinnung aus Müll und bei der Stahlproduktion einsetzen.
Potenzial von Aker Carbon Capture

Aker Carbon Capture AS
Derzeit fristen Verfahren, wie sie Aker Carbon Capture einsetzt, bislang noch ein Nischendasein. Daher schreiben Finanzexperten dem norwegischen Aktien Unternehmen ein sehr hohes Potenzial zu. Die betreffenden Verfahren müssen industriell im großen Stil eingesetzt werden, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bezüglich der CO₂-Reduktion zu erreichen. Allerdings gibt es mit Stand Mai 2021 weltweit erst 26 Anlagen für Carbon Capture und CCUS. Das Investitionsvolumen beträgt gegenwärtig nur rund eine Milliarde Dollar. Die Anlagen verwerten jährlich etwa 40 Megatonnen CO₂. Dieser Anteil muss nach der Meinung von Fachleuten bis zum Jahr 2050 auf rund 5.500 Megatonnen ausgebaut werden. Denjenigen Firmen wie Aker Carbon Capture, die schon die Technologie anwenden, traut man am ehesten einen raschen Ausbau von CCUS zu. Daher ist eine Investition in die Aktie von Aker Carbon Capture ganz sicher sehr lohnenswert.
[Stand Mai 2021] Derzeit hat die Aktie von Aker Carbon Capture AS (WKN: A2QBSN) noch keinen messbaren KGV, KBV.
HeidelbergCement wird in Brevik die weltweit erste Anlage zur CO2-Abscheidung und -speicherung (Carbon Capture & Storage, kurz: CCS) im industriellen Maßstab in einem Zementwerk errichten. Jährlich sollen 400.000 t CO2 abgeschieden und zur dauerhaften Lagerung transportiert werden. Das Projekt zur CO2-Abscheidung und -Lagerung in Norwegen ist ein wichtiger Baustein unserer Klimastrategie. Es wird uns in die Lage versetzen, die beim Zementproduktionsprozess entstehenden Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Ohne das Herausfiltern von CO2 aus Atmosphäre und Industrieabgasen sind die ambitionierten Klimaziele aus dem Pariser Klimaabkommen kaum erreichbar. Dabei fristen Verfahren zur Abscheidung, Verwertung und Speicherung des Treibhausgases – auch „Carbon Capture“ genannt – heute noch ein Nischendasein. Weltweit sind erst 26 kommerzielle Anlagen in Betrieb; das Investitionsvolumen liegt in diesem Jahr bei nur rund 1 Mrd. Dollar.
Der norwegische Staat hat sich von seinen Anteilen an dem Technologieunternehmen Aker Carbon Capture AS und dem Entwickler von Offshore-Windkraftanlagen Aker Offshore Wind AS getrennt. Für 33,1 Millionen Aktien von Aker Carbon Capture, die einem Anteil von 5,58 Prozent entsprechen, erhielt der Staat 563 Millionen NOK und für 33,1 Millionen Aktien von Aker Offshore Wind, 4,77 Prozent der Anteile, 215 Millionen NOK, insgesamt 778 Millionen NOK. Der Verkauf erfolgte über Auktionsprozesse.
Aker Carbon Capture und MAN Energy Solutions haben eine Technologie-Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um energieeffiziente Kompressionslösungen für Anwendungen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage) mit Wärmerückgewinnung zu entwickeln. Die Vereinbarung unterstützt das gemeinsame Ziel der Unternehmen, weltweit die Kosten für die Beseitigung von CO2-Emissionen aus Industrieanlagen zu senken.
Werden Bauern so zu Klimarettern? Vom Emittenten des klimaschädlichen Kohlendioxids könnte die Landwirtschaft zum großen Speicher für Kohlenstoff werden – und damit die Erderwärmung bremsen. Bloß: Wollen die Bauern das überhaupt?
Mit dem Risiko, da ist Bernd Olligs durch und durch Landwirt, solle man es nicht übertreiben. „Ich kann dort jeden Tag mit ansehen, was passiert, wenn die mechanische Unkrautkontrolle aufgrund der nassen Witterung versagt und keine Herbizide eingesetzt werden dürfen“, sagt Olligs, Bauer im rheinischen Rommerskirchen.
Aker Carbon Capture und Viridor, eines der führenden Recyclingunternehmen Großbritanniens mit ehrgeizigen Plänen für die Kohlenstoffabscheidungstechnologie der nächsten Generation (CCT), haben ihre Partnerschaft bekannt gegeben, um die Dekarbonisierung in Großbritannien zu beschleunigen. Das Unternehmen wurde als Partner für mehrere Abfallentsorgungsstandorte ausgewählt, die das modulare CCUS-System von Aker einsetzen werden – und damit ein wesentlicher Bestandteil dieser zukunftsweisenden Bemühungen sind.
Die Zukunft der Aker Carbon Capture ASA Aktie (A2QBSN) zeigt gemischte Aussichten, bietet jedoch wichtige Entwicklungen:
### Wachstumsaussichten
Aker Carbon Capture könnte bis 2025 ein starkes Umsatzwachstum erzielen, mit einer Prognose von 2,88 Mrd. NOK und einem jährlichen Wachstum von 31,8%. Allerdings wird die Profitabilität erst in etwa drei Jahren erwartet.
### Finanzkennzahlen
Für 2025 wird ein Verlust pro Aktie von -0,00 EUR prognostiziert, was eine leichte Verbesserung darstellt. Die geschätzte Dividendenrendite liegt bei außergewöhnlichen 67,25%.
### Analystenmeinungen
Das durchschnittliche Kursziel wird auf 9,433 NOK geschätzt, was ein Potenzial von über 200% bedeutet. Die Analysten empfehlen im Durchschnitt „Aufstocken“.
### Risiken
Die hohe Variabilität der Prognosen deutet auf Unsicherheiten hin. Einige Modelle warnen vor erheblichen Kursverlusten.
### Dividendenausschüttung 2025
Aker Carbon Capture plant eine Dividendenausschüttung in zwei Teilen:
1. **Bereits ausgezahlt**: 4,82 NOK pro Aktie am 19. März 2025.
2. **Geplante Auszahlung**: 0,98 NOK pro Aktie am 7. Mai 2025, vorbehaltlich einer Kapitalherabsetzung.
**Wichtige Termine**:
– **Letzter Dividendenanspruch**: 25. April 2025
– **Ex-Dividende-Tag**: 28. April 2025
– **Stichtag der Ausschüttung**: 29. April 2025
– **Auszahlung**: 7. Mai 2025
Diese Dividendausschüttung ist Teil einer genehmigten Gesamtsumme von 3,5 Milliarden NOK.
Fazit: Aker Carbon Capture bietet Wachstumschancen und eine attraktive Dividendenausschüttung, bleibt aber unprofitabel und ist mit Unsicherheiten behaftet. Anleger sollten potenzielle Gewinne und Risiken sorgfältig abwägen.
Für die Auszahlung der Dividende von 0,98 NOK pro Aktie im Mai 2025 müssen zwei Hauptbedingungen erfüllt sein:
1. Die außerordentliche Hauptversammlung (EGM) vom 7. März 2025 musste die Dividendenausschüttung genehmigen, was bereits geschehen ist.
2. Die vorgeschlagene Kapitalherabsetzung muss abgeschlossen sein. Diese Kapitalherabsetzung reduziert das Aktienkapital von 604.242.218 NOK auf 12.084.844,36 NOK, indem der Nennwert der Aktien von 1 NOK auf 0,02 NOK gesenkt wird.
Die Gläubigerfrist für die Kapitalherabsetzung hat voraussichtlich am 10. März 2025 begonnen und soll am 22. April 2025 enden. Erst nach Abschluss dieser Frist kann die zweite Dividendenzahlung erfolgen.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird die Dividende am oder um den 7. Mai 2025 an alle Aktionäre ausgezahlt, die am Stichtag (29. April 2025) im Aktienregister eingetragen sind.
Wow, der Beitrag bringt wirklich spannende Entwicklungen im Bereich der CO₂-Reduktionstechnologien auf den Punkt. Besonders beeindruckend finde ich die Prognosen zum Marktwachstum. Der globale Markt für Kohlendioxidentfernung soll bis 2029 auf satte 25 Milliarden USD anwachsen – das ist eine jährliche Wachstumsrate von 49%. Diese Zahlen verdeutlichen, wie rasant sich dieser Sektor entwickelt.
Auch die technologischen Fortschritte wie Direct Air Capture (DAC) oder BECCS machen Hoffnung. Es ist toll zu sehen, dass Unternehmen wie Climeworks oder Carbon Clean hier echte Pionierarbeit leisten und CO₂-Abscheidungsprojekte in die kommerzielle Praxis bringen. Dazu kommt die politische Unterstützung, z. B. in Form von milliardenschweren Fonds in den USA oder neuen Mechanismen wie dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) in der EU. Das zeigt, wie ernst das Thema mittlerweile genommen wird.
Was mich besonders interessiert, ist die Rolle der Unternehmen in diesem Prozess. Die steigende Nachfrage nach Carbon Removal Credits zeigt ja, dass es hier nicht nur um gesetzliche Vorgaben geht, sondern dass viele Firmen aktiv nach nachhaltigen Lösungen suchen. Glaubt ihr, dieser Trend wird sich weiter beschleunigen, sobald die Technologien noch erschwinglicher werden?
Ich finde, solche Fortschritte geben echt Grund zur Hoffnung, dass wir die Klimakrise besser in den Griff bekommen können.