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Shopping-App

e-Trado GmbH

Der Shop der Zukunft mittels App

Shopping-App und Shopkick

(2014) Die Zukunft hat bereits begonnen, denn erste Spuren führen Verbraucher in eine völlig andere Dimension des Shoppings, dem Einkaufserlebnis in einer virtuellen Welt. So soll eine sogenannte Smartphone-App mit dem vielversprechenden Namen "Shopkick" mehr Kunden in die Geschäfte locken. Was in den Vereinigten Staaten von Amerika zwangsläufig ein absoluter Hit geworden ist, wird sich in Deutschland mitunter schwer haben dürfen. Welche Gründe sind es, die einen unaufhaltsamen Erfolg der Smartphone-App "Shopkick" das Leben in Deutschland schwer machen könnten? Ist es vielleicht die geringe Kaufkraft oder doch eher Zurückhaltung vor unbekannten Technologien?

Es mag sicherlich von allem etwas dabei sein, doch ausschlaggebendes Kriterium dürfte die steigende Angst vor Datenmissbrauch sein. Selbst das Bonussystem "Payback" gilt als äußerst umstritten, denn nicht umsonst kritisieren anerkannte Verbraucherschützer (z.B. die Verbraucherzentrale) den damit verbundenen Missbrauch persönlicher Kundendaten. Wie bitte? Ganz richtig gelesen, denn die beim Bonussystem "Payback" gewährten Punkte werden nur im Gegenzug detaillierter Kundendaten vergeben, wodurch Verbraucher zum Opfer lästiger Werbekampagnen werden. Zwar versicherte Smartphone-App-Chef Cyriac Roeding gegenüber Medien das im Zuge der Shopkick-Einführung in Deutschland keinerlei personengebundenen Verbraucherdaten an Händler weitergegeben werden, doch das Misstrauen in der Bevölkerung sitzt tiefer, als ursprünglich angenommen.
Es wird ein spannender aber auch schwieriger Weg, um die Shop-App "Shopkick" innerhalb Deutschlands auf Erfolgskurs zu bringen. Doch wie besagt ein wahres Sprichwort doch gleich, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und die Chancen stehen gut. Sicherlich wird die Smartphone-App "Shopkick" eine gewisse Anlaufphase absolvieren müssen, welche mit zahlreichen Hindernissen verbunden sein wird. Der Startschuss ist bereits vollzogen, mit gleich mehreren namhaften Handelsketten im Gepäck darunter Media Markt, Saturn, Douglas, Karstadt sowie OBI geht es mit vereinten Kräften von 1.300 Läden in eine vielversprechende Shopping Zukunft.

The Inspiration Store und Shopkick in Deutschland - Funktion, Ziele sowie Hoffnungen!

Funktionieren soll das ganze nach einem gänzlich einfachen Prinzip, denn an den Eingängen aller teilnehmenden Läden werden sogenannte kleine Boxen angebracht, welche die Signale der Einkauf-App "Shopkick" empfangen. Das heißt, der Verbraucher (Kunde) betritt den Laden zum Beispiel Media Markt mittels im Smartphone geöffneter App und erhält somit bereits die ersten 35 Bonuspunkte gutgeschrieben. Diese Bonuspunkte werden bei "Shopkick" als "Kicks" bezeichnet und entsprechen einem Gegenwert von circa 15 Cent. Das klingt eigentlich recht vielversprechend und eröffnet den Verbrauchern eine Vielzahl von Möglichkeiten mittels gesammelter Kicks (Bonuspunkte) so manche zusätzlichen Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Doch wie war das eigentlich mit dem "Schutz personenbezogener Kundendaten?" Laut Cyriac Roeding sollen zwischen dem Betreiber der App und den Händlern keinerlei personifizierte Kundendaten ausgetauscht werden, sondern allenfalls allgemeine Statistiken wie Anzahl der Kunden mitgeteilt. Sollte es denn tatsächlich so gehandhabt werden wäre dies ein richtiger Schritt in eine erfolgsversprechende Shop Zukunft, denn nichts ist schlimmer, als das Vertrauen zahlreicher Verbraucher zu missbrauchen.
Die damit verbundenen Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos, denn mittels Einbindung spezieller Kundenbindungsprogramme würde "Shopkick" den Weg in eine sichere und erfolgreiche Zukunft weisen. Doch bis dahin ist es bekanntlich ein sehr langer Weg und bedarf einer Menge Geduld. Anders, als in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo das Ganze weitaus lockerer gesehen wird, sind die Ansprüche sowie Anforderungen seitens der Verbraucher in Deutschland weitaus höher angesetzt. Immerhin ist Deutschland der erste Auslandsmarkt von "Shopkick", welcher nach den Vereinigten Staaten von Amerika die grenzenlose Vielfalt dieser App in vollen Umfang nutzen darf. Allein in den Vereinigten Staaten von Amerika verfügt die App bereits über circa eine Million aktive Nutzer innerhalb eines Monats, was allerdings innerhalb Deutschlands nicht von heute auf morgen realisierbar sein dürfte. Mittlerweile gehört "Shopkick" dem südkoreanischen Telekommunikations-Riesen SK Telecom, welcher sich die Übernahme immerhin 200 Millionen US-Dollar hatte kosten lassen. Kein Wunder also, dass der neue Besitzer das Wachstum von "Shopkick" auf internationaler Ebene vorantreiben will, denn immerhin sind die Erwartungen auf hohe Gewinne keine Vision, sondern bittere Realität geworden. Mit tatkräftiger Unterstützung des TV-Giganten ProSiebenSat 1 als strategischen Partner an der Seite soll zum Start im November eine weitreichende Werbekampagne gestartet werden von der man sich eine ganze Menge erwartet.

Shop und App der Zukunft - Vision oder Wirklichkeit?

Doch nicht alles ist Gold, was glänzt, denn eine ganze Reihe von Hürden müssen innerhalb Deutschlands von "Shopkick" überwunden werden. Allein die Tatsache, dass Deutschland beim Bezahlen oder Einchecken mit einem Smartphone um einige Jahre hinterher hängt, was in den Vereinigten Staaten von Amerika schon alltäglich geworden ist. So sind im Bereich Techniken wie zum Beispiel "Beacons" aber auch bei der Nahfeldkommunikation (kurz NFC) insbesondere im Handel zahlreiche Hürden zu überwinden. Die Deutsche Bahn sowie zahlreiche namhafte Banken innerhalb Deutschlands haben sich der Herausforderung gestellt und diese Funktionen in größerem Stil auszuprobieren, wobei ernüchternde Ergebnisse im Hinblick auf den erhofften Kundenzuspruch nicht gerade Optimismus versprüht. Schuld an diesen Umständen dürften die damit verbundene Skepsis aber auch Unwissenheit seitens der Verbraucher sein. Bleibt also abzuwarten, ob sich die App sowie der Shop der Zukunft innerhalb Deutschlands durchsetzen werden wird.


Text by Igor Adolph (Philip)
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